Einen rundum erfolgreichen Montagabend erlebte in Dinslaken Ronald de Beer. Der Niederländer stieg zweimal in den Sulky und kehrte eben so oft als Sieger in den Stall zurück. Den ersten Treffer landete der 26-Jährige mit der letztmals gegenüber eingesetzten Blacky Blue, die erwartungsgemäß über der Konkurrenz stand. Nicht weniger als zehn Längen betrug der Vorsprung der 1,2:1-Favoritin im Ziel vor dem bis zum Schlussbogen den Ton angebenden Martingo JK (Patricia Ruckdäschel).
Ganz anders kam de Beers zweiter Erfolg zustande. Mit dem ebenfalls favorisierten Alibabba J übernahm er bereits kurz nach dem Start das Kommando und legte ein flottes Tempo vor. Im Finish musste der Wallach dann alles geben, um die kurzfristig Roland Hülskath anvertraute Doppelsiegerin Avinka Dragon auf Distanz zu halten. Als Trainer von Alibabba J zeichnet Arnold Mollema verantwortlich, für den zum Abschluss Ramon Brinkman mit Paycheck gleichfalls von der Spitze aus in überlegener Haltung auftrumpfte.
Populäre Viererwette
In der anderen Abteilung dieses Amateurfahrens wurde die Viererwette ausgetragen. Auch hier setzte sich mit Credits by Myself das gemeinte Pferd durch. Jörg Hafer verschaffte dem Hengst einen verdeckten Rennverlauf, schritt zu Beginn des letzten Bogens an vierter Stelle zur Tat und hatte im Handumdrehen gewonnenes Spiel. Don Corleone (Katie Beer), der sich unterwegs an dem 1,8:1-Favoriten orientiert hatte, wurde Zweiter vor dem lange das Geschehen bestimmenden Hannibal As (Nicole Saleh). Die innen geschonte Nora Dechiari (Katharina Kramer) komplettierte die Wette, die populäre 69,8:1 zahlte.
Zweierwette nicht getroffen
Nach dem selben Rezept wie Jörg Hafer punktete auch Julius Lammerding mit der aus Berlin zurückgekehrten Valerie Andrup. Die Vierjährige war im Finish eindeutig stärker als Zsa Zsa Victory (Jeffrey Mieras), die in der Außenspur immer neue Kräfte mobilisierte, und Your Highness (Jim Gommans), die unterwegs an der Spitze nach Belieben bummeln durfte. Während die Zweierwette nicht getroffen wurde, zahlte die Dreierwette dank eines Jackpots 744,6:1.
Noch lauter klingelten die Kassen, als der bislang vornehmlich durch Unsicherheiten aufgefallene Forrest Gump (Michael Nimczyk) im siebten Versuch seine Maidenschaft ablegte. Der nach einer Runde in Front gezogene Wallach behauptete sich im Finish knapp vor Puntabianca (Thomas Panschow) und Oggi Corner (Klaus Horn), woraufhin für die Zweierwette 71,3:1 und für die Dreierwette 1.020,1:1 über den Schalter gereicht wurden.
Dritter Saisonsieg von Ain'tshes Best
Von den Wettern sträflich unterschätzt wurde die diesmal gegen deutlich gewinnreichere Konkurrenten angetretene Ain'tshes Best. Tom Kooyman überließ mit der 16,5:1-Außenseiterin ausgangs des ersten Bogens die Spitze Zorroh Boshoeve (Jos Oorthuijsen), der auf der Schlussrunde von Akzent (Roland Hülskath) mächtig unter Druck gesetzt wurde.
Beim ersten Start nach einer langen Pause war dies für beide Wallache zu viel des Guten. Während die Favoriten im Einlauf passen mussten, war Ain'tshes Best wieder zur Stelle und gewann vor Vilippe Lochties (Robin Vercammen), der zum Schluss trotz weiter Wege immer stärker wurde.
Erfolgreiches Debut
Das Trabreiten ging auf das Konto von Emilia Storm, die unter Michelle Kokkes vor der überraschend starken Veronique Boshoeve (Susanne Koch) erfolgreich unter dem Sattel debutierte. Außerdem bestätigte der von Thomas Panschow nach halber Strecke in Front beorderte Berno den jüngsten Ansatz mit seinem ersten vollen Erfolg im 23. Anlauf, und blieb Yerido (Jos Oorthuijsen), der nach rund 500 Metern Zoe's Friend (Tom Kooyman) das Kommando überlassen hatte, nach hartem Kampf in der Erfolgsspur.
Text: Volker Hohn