Obwohl er erst vor einer Woche an gleicher Stätte in überlegenem Stil zum Zuge gekommen war, hoben die Wetter Paycheck am Montag in Dinslaken in der Prüfung für die beste Klasse nicht auf den Favoritenschild. 3,7:1 gab es am Totalisator auf den von Thomas Panschow optimal vorgetragenen Wallach aus dem Quartier von Arnold Mollema, der unmittelbar vor dem Pfosten den Kopf in Front steckte.
Nach einem Rennen im Windschatten des nach halber Strecke an vierter Stelle in die Außenspur gewechselten Ubombo Boshoeve (Jos Oorthuijsen) schob sich Paycheck mit dem letzten Schritt an dem Favoriten vorbei. Dritter wurde Tim Trot (Roland Hülskath), den Yassin Boko (Michael Nimczyk) in einer rasanten Anfangsphase nicht an die Spitze gelassen hatte, vor dem ein feines Comeback gebenden Solo Fo (Michael Schmid).
Zweimal Jos Oorthuijsen
Trotz der knappen Niederlage dürfte Jos Oorthuijsen mit der Ausbeute an diesem Abend zufrieden gewesen sein, denn seine beiden anderen Engagements beendete der Niederländer als Sieger. Zum Auftakt der Veranstaltung punktete er mit der bereits nach dem ersten Bogen die Konkurrenz anführenden Yavari Boshoeve, hinter der die letztmals gegenüber eingesetzten Brisco BR (Roland Hülskath) und Recordtime (Henk Grift) die Wette komplettierten.
Viererwette nicht getroffen
Mit der beim letzten Mal an einer Galoppade gescheiterten Beloved Boshoeve dominierte Jos Oorthuijsen vom Start bis ins Ziel. Weil die Schimmelstute auf der Endgeraden mit zunehmender Distanz immer weiter nach außen wich, wurde es auf den letzten Metern noch einmal spannend. Nach Auswertung des Zielfilms musste sich Bettini Frisia (Simon Woudstra) aber doch mit dem Ehrenplatz zufrieden geben.
Husar (Michael Schmid) sprang, durch Beloved Boshoeves Manöver irritiert, als Dritter durchs Ziel, was dazu führte, dass Sadie de la Busso (Ralf Oppoli) und Pristina (Jan Wagenaar jr.) auf den Plätzen die Viererwette untreffbar werden ließen. 4.160,26 Euro wanderten in einen Jackpot, der am kommenden Sonntag ausgeschüttet wird.
Kein Tag für Toto-Favoriten
Der einzige Toto-Favorit, der die Erwartungen der Wetter erfüllen konnte, war der von Caroline Aalbers noch vor der ersten Zieldurchfahrt in Front beorderte Zahmir Nevele. Klar hinter dem bei 1,5:1 notierten ehemaligen Seriensieger verteidigte Anja Way (Klaus Horn) verbissen den zweiten Rang gegen Britt Buitenzorg (Jeffrey Mieras). Ebenfalls mit fünf Längen Vorsprung trumpfte der erstmals Roland Hülskath anvertraute Jupiter Diamant auf.
An den rasch an der Spitze erschienenen Wallach reichten General Jr. (Ralf Oppoli) und Vincito (Klaus Horn) nie heran. Nach zwei fehlerhaften Vorstellungen zeigte Titan Royal RS (Michael Schmid) sein wahres Gesicht, als er Romi Norton (Michael Nimczyk) nach einer Runde im Kommando ablöste und die Gegnerin im Finish knapp, aber sicher in Schach hielt.
Jörg Hafer punktet weiter
Seine ausgezeichnete Form unterstrich im Amateurfahren Jörg Hafer, der in dieser Saison bereits mit 14 Siegen notiert wird. Mit dem punktgenau eingesetzten Russian Roulette verwies er die lange souverän das Geschehen bestimmende Sweet little Heart (Hiltje Tjalsma) und den überraschend starken Brazzo (Jörg Malmann) in einem spannenden Endkampf auf die Plätze.
4,4:1 gab es am Toto auf den Hengst, der zuletzt in Gelsenkirchen Konkurrenten ganz anderen Formats bezwungen hatte. Ein Gästefahren für Turnierreiterinnen gewann Grit Schulze Wierling aus Seppenrade nach früher Führung mit dem Italien-Import Nelson Falu vor Who Dunnit und dem in äußeren Spuren ein gewaltiges Pensum absolvierenden Lincolns Ass.
Volker Hohn