Der Top-Favorit gewinnt mit Roland Hülskath zum fünften Mal in Serie
Zwei Seriensieger gingen am Montag in Dinslaken an den Start, doch nur einer der beiden Top-Favoriten vermochte die hoch gesteckten Erwartungen zu erfüllen. Dies war zum Auftakt der Veranstaltung Sniper ST, der zum schmalen Kurs von 1,2:1 mit Roland Hülskath bereits zum fünften Mal en suite das bessere Ende für sich behielt. Alysia B (Ronald de Beer), die ihm auf der ersten Tribünengeraden in Front den Vortritt gelassen hatte, ließ der Wallach im Finish nicht den Hauch einer Chance.
Auf der Linie Mary Poppins
Einen ähnlichen Verlauf nahm die abschließende Partie, als der für 1,4:1 angetretene Bass Victory (Tom Kooyman) noch vor der ersten Zieldurchfahrt von Mary Poppins das Kommando übernahm. In einem mitreißenden Finish hatte der Hengst jedoch das Nachsehen, denn die von Robbin Bot an der letzten Ecke zum Angriff geführte 31,6:1-Außenseiterin hatte auf der Linie die Nase vorn. Mit der am Totalisator ebenfalls unterschätzten Wishful Memory (Ronald de Beer) zahlte die Dreierwette 421,1:1.
Zweimal Tom Kooyman
Besser lief es für Tom Kooyman mit Zoey ter Sype, der nach einem Rennen auf Warten den von Beginn an das Geschehen bestimmenden Feel the Rush (Robbin Bot) noch leicht abfing, und mit Georgies King. Der erstmals von ihm aufgebotene Wallach dominierte die Konkurrenz vom Fleck weg ganz nach Belieben, woraufhin dem etwas höher eingeschätzten Junior (Michael Nimczyk) im Speed nur der Ehrenplatz blieb.
Doppel von Jeffrey Mieras
Zweimal zur Siegerehrung vorfahren durfte auch Jeffrey Mieras. Der 17-Jährige punktete mit dem aus anspruchsvollen Aufgaben gekommenen Fire Streamline, der Start-Ziel im sechsten Anlauf seine Maidenschaft ablegte, sowie mit Brenda Charisma. Die von den Wettern sträflich vernachlässigte Stute übernahm letztmals gegenüber nach einer Galoppade des führenden Ultramencourt (Tim Schwarma) die Spitze, die sie zum Kurs von 30,6:1 nicht mehr abgab. Mit Forrest Gump (Michael Nimczyk), der sich innen nicht entfalten konnte, und Lindy Fashion (Jens-Holger Schwarma) gab es in der Dreierwette 1.095:1.
Zwei von drei für Jörg Hafer
Mit einer handfesten Überraschung endete auch die Prüfung für die beste Tagesklasse, als der mit 28,9:1 gehandelte Cardoro in der Hand von Michael Gutsche einen Tempolauf an der Spitze voll durchstand. Der letztmals gegenüber aus hinteren Regionen eingesetzte Stallgefährte Knowitall Diamant (Sabrina Range-Gutsche) wurde mit dem letzten Schritt Zweiter vor dem außen herum nie aufgebenden Beissinger (Katie Beer). Der Familien-Einlauf brachte 272,7:1, die Dreierwette 357,1:1.
Jörg Hafer, der hier mit Who Dunnit leer ausging, ließ sich die beiden anderen Amateurfahren nicht entgehen. Mit Kadillac Diamant stellte der Gelsenkirchener die Weichen bereits beim ersten Passieren der Schautafel auf Sieg, als er Wake up (Murielle Swaab) in Front ablöste. Mit Russian Roulette ließ er sich von Fantastica As (Murat Yüksel) den Weg weisen, um in der Distanz das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.
Viel Geld in der Viererwette
Eine ausgesprochen attraktive Quote erreichte die Viererwette, obwohl sich in dem nur achtkِpfigen Feld mit der eingangs der ersten Gegengeraden an die Spitze gezogenen Bwino EMC (Patrick van Ooyen) die 1,6:1-Favoritin durchsetzte und mit Bagheera Boko (Michael Nimczyk) nur ein gemeintes Pferd ausfiel. Hinter der enorm gesteigerten Bella Swagerman (Ronald de Beer) komplettierten Alexia Boshoeve (Tom Kooyman) und Allround Rapida (Simon Woudstra) die 322,6:1 zahlende Wette.
Volker Hohn